Hinter Hella fängt recht bald das touristische Einzugsgebiet rund um Reykjavík an, Golden Circle genannt, da hier die Hauptattraktionen Islands liegen. Dort finden man Touristen die sich mit Seidenschal und Stöckelschuhen über geteerte Gehwege rund um Vulkankrater und im Geysirgebiet rumlaufen. Ein seltsamer Anblick. Nach einer Woche Island ohne asphaltierte Straßen, mit nach faulen Eiern stinkendes Warmwasser, Kälte, Dauerregen und Gummistiefeln kommt einem das noch komischer vor.

Die zwei großen Geysire Islands sind toll. Der Strokkur, der kleinere der beiden, spuckt alle fünf bis zehn Minuten eine bis zu 35 Meter hohe Säule aus kochendem Wasser aus. der Große Geysir ist zwar seit einem Erdbeben im Jahr 2000 wieder aktiv aber sehr unregelmäßig. Wir hatten nicht das Glück ihn Ausbrechen zu sehen aber er hat einmal Blubb gemacht, was eine mächtigere Dampfwolke zur Folge hatte als ein Ausbruch des Strokkur.

Geysir Strokkur beim Ausbruch

Strokkur


Nach Besuch des Gullfoss und des Nationalpark Þingvellir, in dem man perfekt das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen Kontinentalplatte an einem breiten Riss durchs Land erkennen kann endete unser letzter Abend in Island.
Am letzten Tag gönnten wir uns noch ein paar erholsame Stunden im Freilandthermalbad Blaue Lagune (Bláa Lónið). Das Wasser wird dort mit einer Temperatur von 240 Grad aus der Erde gepumpt und hat im Bad noch immer eine Temperatur von bis zu 42 Grad. Daher hält man es im Wasser nicht besonders lange aus. An Land aber auch nicht…
Wir zwei in der blauen Lagune

Blaue Lagune

Geschrieben am 13. August 2005 , Island Tags: , , ,

Tag 5 fällt wegen starker Erkältung so ziemlich ins Wasser. Wir fahren von Egilsstaðir bis nach Höfn um etliche Fjorde und halten ab und an um uns einmal umzuschauen. Sonst wird ausgeruht.

Nachdem es mir am nächsten Tag besser geht fahren wir zur Gletscherlagune Jökulsárlón, die am südlichen Rand des Gletschers Vatnajökull liegt. Von dessen Gletscherzunge lösen sich oft Eisberge ab und treiben im See Richtung Meer. Diese Eisberge sind durch die starke Kompression im Gletscher schön blau, da sich keinerlei Luftblasen mehr im Eis befinden. Wir machten noch eine Bootstour über den See, kletterten über an den Strand gespülte Eisberge und guckten uns den Gletscher selbst nochmal aus der Nähe an ohne aber wirklich drauf zu kommen.

Eisschollen im Gletschersee Jökulsárlón

Gletschersee Jökulsárlón


Auf dem weiteren Weg lag noch der wunderbare Wasserfall Svartifoss im Skaftafell-Nationalpark der sich über perfekt sechseckige Basaltsäulen ergoss. Sowas hab ich auch noch nicht gesehen.
Wasserfall Svartifoss mit eckigen Basaltsäulen

Svartifoss

Geschrieben am 11. August 2005 , Island Tags: , , , ,

In Húsavík, einem der nördlichsten Städte Islands, begaben wir uns mit einem schönen Segelschiff auf Whale Watching Tour. Ich hatte davor schon etwas Halsschmerzen und die vier Stunden auf hoher See bei drei Grad (waren etwa auf Höhe des Polarkreises) und einer Menge Wind machten es nicht besser. Und Wale gab es auch keine zu sehen, nur Delfine und Puffins, sehr hübsche Vögel mit großen, bunten Schnäbeln.

Segelschiff

Whale Watching und Segeln


Weiter ging es nach Mývatn, einer tollen, weitläufigen Seen- und Vulkanlandschaft in der es so viele Mücken gibt, dass lustige Hüte mit Netzen die man sich übers Gesicht zieht und am Hals zubindet oder Hüte mit an Schnüren baumelnden Korken die absoluten Kassenschlager sind. Dabei stechen diese Mücken gar nicht. Nerven aber.

Zum Dettifoss, einem der größten Wasserfälle Europas, kann man wohl zwei Straßen nehmen. Einmal linker und einmal rechter Hand des Flusses Jökulsá á Fjöllum. So genau wussten wir das nicht und haben einfach aus unserer Richtung die erste Abzweigung von der Ringstraße Nr. 1 genommen die entsprechend beschildert war. Die Straße, wenn man es so nennen mag, war sehr schlecht und wir kamen mit unserem Polo nur im Schritttempo voran. Nur ab und zu kam uns mal ein Auto entgegen. Ja, wir haben die Hochlandstraße zum Wasserfall erwischt die wir eigentlich mit unserem Auto gar nicht nehmen durften. Das war auf dem Parkplatz mit den ganzen Geländewagen dann auch deutlich zu sehen. Dafür soll der Blick von dieser Seite auf den Dettifoss besser sein als von der anderen.

Parkplatz am Dettifoss. Unser Polo parkt zwischen ausschließlich Geländewägen

Ein VW Polo unter Geländewagen


Martina schaut in den riesigen Wasserfall Dettifoss

Am Dettifoss

Geschrieben am 09. August 2005 , Island Tags: , , , , , , ,

Heute war Rafting in Varmahlíð angesagt: Wir hatten sowas vorher noch nie gemacht und waren sehr gespannt und alles war sehr aufregend. Wir quetschten uns in Trockenanzüge und bekamen viele Instruktionen was wann zu machen sei. Eigentlich sah es auf dem Wasser dann so aus, als müssten wir hauptsächlich viel Paddeln und unser nepalesischer Steuermann machte die ganze Manövrierarbeit. Bei etwa der Hälfte der Strecke fuhren wir ans Ufer um Rast zu machen. Dort stand eine Tonne bereit mit Kakao. Direkt daneben ergoss sich ein heißer Bach in den eisigen Fluss. Einmal mit dem Becher durchs Wasser gezogen, Kakao dazu und fertig ist die heiße Schokolade. Zum Wärmen der Füße, die in Neoprenschuhen steckten war es auch sehr angenehm, für die Hände leider viel zu heiß. In einem ruhigeren Abschnitt des Flusses erschreckt uns der Guide, indem er meine Freundin einfach mit dem Griff vom seinem Paddel ins Wasser stoß.

Der Trockenanzug hielt dicht und so war es auch bei 4 Grad Wassertemperatur lustig. Später sind wir freiwillig rein gesprungen.

Martina kämpft mit dem Gummikragen der Raftingklamotten

Schwierige Raftingklamotten...


Ich schwimme neben dem Schlauchboot im Eiswasser und gucke ins Boot

... um nicht naß zu werden

Geschrieben am 07. August 2005 , Island Tags: , ,

Von Frankfurt Hahn sind wir mit der Isländischen Billigfluglinie Island Express nach Keflavík geflogen, einem Flughafen in der Nähe von Reykjavík. Übers Internet hatten wir uns für eine Woche ein Auto gemietet. Wir bekamen einen VW Polo, der bereits nach einem Kilometer mit einem Platten liegen. Ohne Probleme bekamen wir von der Autovermietung einen neuen aber im Hotel kamen wir erst spät Nachts an.
Nach einer kurzen Nacht, einer nach verfaulten Eiern stinkenden Dusche und Fisch auf dem Frühstücksbuffet machten wir uns auf dem Weg zu den Wasserfällen Hraunfossar und Barnafoss. Diese mussten allerdings erstmal gefunden werden. Die Beschilderung war… sagen wir mangelhaft und fahren nach Karte bedarf in Island etwas Gewöhnung. So darf man sich nicht beirren lassen, wenn die Straßen auf einmal zu Schotter- und kurz später zu Feldwegen werden und Städte die mit einem dicken Punkt in der Karte verzeichnet sind tatsächlich nur aus zwei Häusern bestehen. Nach zweistündiger Fahrt mit dem ständigen Gedanken sich total verfahren zu haben kamen wir dann doch noch am Ziel an und konnten echt schöne Wasserfälle bewundern.

Auf dem weitern Weg nach Sauðárkrókur sind wir noch auf einen kleinen Vulkan und in dessen Krater gestiegen. Gleich vorneweg: Wasserfälle und Vulkane, das ist so das was man sich in Island die meiste Zeit ansieht.
Da meine Freundin reitet haben wir in Sauðárkrókur Abends mit einer Gruppe einen kleinen Reitausflug gemacht. Diese Islandponys haben noch eine angenehme Höhe, da setz sogar ich mich drauf.

Geschrieben am 05. August 2005 , Island Tags: , ,

Backpackr is proudly powered by WordPress and the Theme Adventure by Eric Schwarz
Entries (RSS) and Comments (RSS).

Backpackr

Life is either a daring adventure or nothing at all