Über Bergen und Stavanger und gings dann langsam wieder zurück an die Südküste. Während die Städte zwar schön waren aber auch sehr touristisch und teuer sollte sich die außerplanmäßige Wanderung zum Kjeragbolten noch als großes Highlight der Reise herausstellen. Der Weg beginnt am Ende des schönen Lysefjord an dem auch der Preikestolen liegt, aber auf der anderen Seite. Wie auch dort ist die Parkgebühr unerhört. Das Tagesticket kostete soweit ich mich erinnere deutlich über zehn Euro. Wir wurden gefragt ob wir das Ticket von jemanden haben wollen, der bereits die Tour gelaufen war und so konnten wir uns die Kosten teilen.
Die Wanderung zum Kjeragbolten ist hart und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Ich schätze das hängt aber arg vom Wetter ab. Wenn es trocken ist geht es sicher viel angenehmer zu laufen. Bei Nässe rutscht man ständig über den nackten steilen Stein. Bei uns war es nass. Das war unser letzter Tag in Norwegen. Es hat sechs von sieben Tagen geregnet. An diesem hat es gehagelt. Im genauen Gegensatz zum Preikestolen klarte es aber diesmal genau als wir am Ziel ankamen auf, so dass wir einen tollen Blick in den Fjord genießen konnten.
Trotzdem stand uns der schwerste Teil noch bevor. Um das begehrte Foto auf dem Kjeragbolten zu bekommen, musste man erstmal dort drauf kommen. Der eine Schritt auf den zwischen zwei Felswänden klemmenden Stein ist schnell getan. Allerdings muss man erst ein paar Meter weit einen Absatz überwinden der gerade breit genug ist für die eigenen Füße, zum Fjord hin leicht abfällt und mit fast einem Kilometer Luft darunter. Es scheint als wäre zur Hilfe dort einmal eine Kette angebracht gewesen aber die gibt es nicht mehr.

Weiß gestrichene Holzhäuser mit Kopfsteinpflasterstraße

Gamle Stavanger (altes Stavanger) mit schmucken, weiß gestrichenen Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Den Hafen verschandelt leider gerade das Kreuzfahrtschiff AIDA, das die ganze Stadt überragt


Martina telefoniert mobil mitten im Nirgendwo

Martina verkauft gerade ihren Roller - Handyempfang mitten im Nirgendwo


Lysebotn am Ende des Lysefjord

Lysebotn am Ende des Lysefjord


Fels

Fels


ich stehe auf dem Kjeragbolten, einem großen Felsbrocken der zwischen zwei Steilwänden in fast einem Kilometer Höhe eingeklemmt ist

Kjeragbolten - Ein Felsbrocken der zwischen zwei Steilwänden in fast einem Kilometer Höhe eingeklemmt ist.


Blick in den Fjord

Blick in den Fjord


Martina lässt sich an einer Kette den steilen, rutschigen Fels runter

Abseilen am steilen, rutschigen Fels


Zelt wild am See im Gras aufgebaut unter einer Birke

Idyllisches Plätzchen am See - Nur ein wenig feucht


Eine Kröte

Eine Kröte


Lemming auf dem Weg in unser Zelt

Ein neugieriger Lemming kommt uns besuchen

Geschrieben am 29. August 2010 , Norwegen Tags: , , , , , ,

Hardangervidda. Der Name enthält nicht umsonst die Worte Hard und Danger :D Auf der Hochebene war es selbst im Hochsommer nur ein paar Grad plus und es nieselte während unserem gesamtem Aufenthalt dort oben. Trotz sehr warmer Kleidung hatten wir nicht viel Lust dort lange Zeit zu verbringen. Die Einöde muss man schon mögen um dort mehrere Tage wandern zu gehen. Der Aufstieg von Kinsarvik im Fjord nach oben in die Ebene fanden wir schon spannender. Tolle Aussicht, große Wasserfälle und wechselnde Vegetationszonen.

Wald

Wald


Wasserfall

Wasserfall beim Aufstieg in die Vidda


Ich mit doppelt Mütze gut eingepackt

Gut eingepackt in der Vidda

Geschrieben am 24. August 2010 , Norwegen Tags: , , ,

Vom Vegar aus fuhren wir durch halb Südnorwegen bis Eigersund. Der Zeltplatz in Eigersund liegt direkt an einem Fluss in dem wild die Lachse rum sprangen. Aus diesem Grund waren wohl auch alle anderen Gäste des Zeltplatzes Angler. Am nächsten Morgen machten ging es zu einer der größten Touristenattraktionen Südnorwegens, dem Preikestolen. Dort stellten wir das Auto wie empfohlen einen Kilometer vor dem eigentlichen Parkplatz am Straßenrand ab. Auf dem letzten Kilometer ist Parkverbot und die Gebühren für den Parkplatz liegen ca. bei lächerlichen 12 Euro. Wenn wir die auch noch bezahlt hätten wären wir am Ende des Tages wohl vollends enttäuscht gewesen, denn vom Preikestolen haben wir nicht viel gesehen. Kurz bevor wir oben ankamen fing es heftig zu Regnen und Gewittern an und ein dichter Nebel umhüllte das Plateau. Satt einer fantastischen Aussicht auf den Fjord sahen wir jetzt nur noch komische Leute mit Anzug und glatten Lederschuhen (die Damen in Stöckelschuhen oder bestenfalls Sandälchen) über die nun nassen Steine flutschen. Wahrscheinlich alles Kreuzfahrer.

Der Felsvorsprung des Preikestolen komplett im Nebel

Preikestolen - Da hat sich der Aufstieg aber gelohnt

Geschrieben am 23. August 2010 , Norwegen Tags: ,

In der Warteschlange zur Autofähre von Hirtshals nach Kristiansand hatten wir eigentlich lange genug Zeit um uns darüber Gedanken zu machen, warum man uns kostenlos Tabletten gegen “Reisekrankheit” anbot. Zweimal. Zwei Stunden kam das Schiff zu spät und wir standen mit dem Auto im Sturm am oberen Ende Dänemarks. Der starke Wind, die Verspätung und die Tabletten – na klar. Die “Fjord Cat” sollte die nächsten dreieinhalb Stunden bei vier Meter hohen Wellen über die Nordsee krachen. Ich bin da normal gar nicht empfindlich aber nach zwei Stunden hab auch ich gekotzt wie ein Elch.

Statt wie geplant um 20 Uhr kamen wir gegen halb zwölf in Kristiansand an. Auf der Suche nach einem Geldautomaten um unsere ersten norwegischen Kronen abzuheben kam es zum ersten Kontakt mit Einheimischen: Ich wurde von zwei kräftigen, schwarzen Nutten angemacht. Strange. Aber auch sonst war hier für einen Donnerstag Abend einiges los auf den Straßen. Gegen Mitternacht kamen wir schließlich auf dem Campingplatz in Lillesand an und bauten im Dunkeln unser Zelt auf.

Am nächsten Tag machten wir uns auf zum See Vegar. Der wurde uns als Geheimtipp zugetragen von Valentin, dem er als Geheimtipp zugetragen wurde. War auch echt schön. In Kilsloftet (hier der Bootsschuppen 58°45′11.07 N 8°41′07.10 E) mieteten wir uns ein Kanu, packten Zelt, Geschirr und Essen rein und paddelten los. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir auf dem Wasser und steuerten zum Kochen und Zelten winzig kleine Inselchen an.

Der See Vegar mit seinen vielen kleinen Inseln

Der See Vegar mit seinen vielen kleinen Inseln


Ich pumpe frisches Wasser aus dem See

Pumpen für frisches Wasser


Dabei kam es vor, dass man stundenlang auf keinen Menschen traf. Richtig schön ruhig. Sicher könnte man bei schönem Wetter hier einige Tage verbringen. So viel Zeit hatten wir leider nicht und das Wetter ließ auch kein großes Baden im See zu. Die allmorgendliche Wäsche im See war schon kalt genug.
Martina mit dem Paddel auf dem Kanu vorne

Paddeln gefährdet die Harmonie


Martina kauert im Zelt

Wer wird denn da frieren? Pffft (58°47'8.29''N 8°42'49.38''E)


Umgedrehtes Kanu

Damit es nicht rein regnet

Geschrieben am 21. August 2010 , Norwegen Tags: , , ,

Diesen Sommer soll es für 10 Tage nach Norwegen gehen. Wir werden mit der Fähre in Kristiansand ankommen und von dort auch wieder abreisen. Ich habe die Fähre erst ca. eine Woche vorher gebucht, weil der Urlaub recht kurzfristig geplant wurde. Das war wohl ein Glücksfall obwohl es immer heißt man solle früh buchen um zu sparen. Der Bootstransfer von Hirtshals bis Kristiansand und zurück kostet uns nun für zwei Personen mit Auto 98 Euro. Ein Freund hat für die gleiche Strecke einfach schon mal das doppelte gezahlt. Von Kristiansand aus werden wir uns wohl je nach Wetterlage entscheiden ob wir unsere angedachte Route im oder gegen den Uhrzeigersinn antreten. Im Uhrzeigersinn wäre der erste Stopp der Preikestolen und Stavanger. Weiter ginge es durch die Fjordlandschaft hoch nach Bergen und von dort gen Osten über Voss, den Hardangerfjord zum Hardangervidda Nationalpark. Auf dem Weg zurück in den Süden wollten wir noch zwei Tage Kanu fahren auf den Vegar.

Mal sehen wie wir zeitlich hinkommen. Am liebsten würde ich auch noch Jotunheimen einen Besuch abstatten. Aber ich fürchte das wird zu viel des Guten. Wir werden ausschließlich mit dem Zelt unterwegs sein und uns selbst verpflegen. Das braucht natürlich auch alles Zeit und wir werden es dementsprechend ruhig angehen lassen.
Mal sehen wie wir zeitlich hinkommen. Am liebsten würde ich auch noch Jotunheimen einen Besuch abstatten. Aber ich fürchte das wird zu viel des Guten. Wir werden ausschließlich mit dem Zelt unterwegs sein und uns selbst verpflegen. Das braucht natürlich auch alles Zeit und wir werden es dementsprechend ruhig angehen lassen.
Mal sehen wie wir zeitlich hinkommen. Am liebsten würde ich auch noch Jotunheimen einen Besuch abstatten. Aber ich fürchte das wird zu viel des Guten. Wir werden ausschließlich mit dem Zelt unterwegs sein und uns selbst verpflegen. Das braucht natürlich auch alles Zeit und wir werden es dementsprechend ruhig angehen lassen.

Update:
Einen Tag vor der Abreise wurde nun die Route noch einmal angepasst. Der Grund ist hauptsächlich, dass die Wanderungen die wir uns für Hardangervidda rausgesucht haben an der westlichen Seite des Nationalparks liegen.

Geschrieben am 10. August 2010 , Norwegen Tags:

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